Encabezamiento

NEWSLETTER 23

Juli-August 2012

VORWORT DES HERAUSGEBERS

Im Verhältnis der Straßensozialarbeit zu den Menschenrechten ist nicht immer eindeutig festzulegen, wie die eine den anderen dienlich sein kann. Und dennoch ergänzen sich beide Themengebiete.  Sie verbindet miteinander ein gewisser Altruismus und Solidarität für den andern in einer Gesellschaft, die heute durch den Individualismus, den Rückzug, sowie einer noch nie gekannten ungerechten Reichtumsverteilung gekennzeichnet ist.

Die Straßensozialarbeit kann sich daher nicht auf das „Fachwissen“ verbunden mit der Kenntnis der Geisteswissenschaften beschränken, die sie durch ihre Ausbildung erworben hat.

In der Tat sind die Streetworker, die sich in einer Umgebung bewegen, die von sozialer Ungleichheit gekennzeichnet ist, die regelmäßigen Zeugen (bewusst oder unbewusst) von Verstößen gegen die Rechte benachteiligter Menschen, denen sie regelmäßig ausgesetzt sind und für die der Respekt und die menschliche Würde in Vergessenheit geraten zu sein scheint.

Daher ist es notwendig, ihnen eine Rechtskultur zu gewähren, die es erlaubt, die Anwendung der Gesetzestexte für die besonders schutzbedürftigen Menschen zu begleiten und sogar bei ihnen ein aktives Engagement und eine Rolle der politischen Forderung  zu entwickeln, deren Vermittlung Dynamo International gewährleisten kann.

Und wenn der Respekt der Rechte benachteiligter Menschen ein verbindender Wert jeglicher Aktion der Streetworker darstellen sollte, unabhängig von Zeit, Ort oder Umständen, so muss er auch auf die Streetworker selbst angewendet werden, die in zu vielen Ländern eine Situation großer Ungewissheit und sogar Armut vorfinden. Die Anerkennung eines qualitativen Status der Streetworker, als Akteure des gesellschaftlichen Wandels und der damit verbundenen Rechte, ist Teil unserer Forderungen.  Ihre juristische Ausbildung sollte sie daher in ihrem eigenen Beruf stärken und bei der Begleitung der Integration von Menschen, die die Gesellschaft nicht sehen will.

 Streetworker, Menschenrechtsaktivisten, mobilisiert euch!

 Adelaïde Trousselard Projektbeauftragte bei Dynamo International

KAMPF GEGEN ARMUT UND SOZIALE AUSGRENZUNG

Verabschiedung des Berichts  "Bekämpfung und Prävention von Kinderarmut, Förderung des Wohlergehens des Kindes»

Im vergangenen Juni verabschiedete der Ausschuss für Sozialschutz (SPC) den Bericht "Bekämpfung und Prävention von Kinderarmut, Förderung des Wohlergehens des Kindes", auf den sich die Europäische Kommission bei der Erarbeitung der Europäische Empfehlung im Jahr 2012 zum Thema Kinderarmut stützen wird.

 Ein ganzheitlicher Ansatz wurde für die Erstellung des Berichts bevorzugt, weil der Kampf gegen Kinderarmut und die Förderung des Wohlergehens eine Aktion in verschiedenen politischen Bereichen wie Sozialschutz, Beschäftigung, Gesundheit, Bildung, Wohnen, Umwelt und Gerechtigkeit mit sich bringt. Wie in dem Bericht betont wird, erfordert die Entwicklung von wirksamen Ansätzen, ob auf europäischer, nationaler oder lokaler Ebene, eine horizontale Koordination, die eine Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure miteinbezieht, um sicherzustellen, dass sich ihre Ansätze integrieren und gegenseitig verstärken.

Dies steht im Einklang mit dem Prinzip, welches das Internationale Netzwerk der Streetworker - Dynamo International, zur Anhörung der Kommission zur Kinderarmut beigetragen hat, indem es die Perspektive der Akteure vor Ort aufgezeigt hat.

Der Bericht, wie auch der Anhang ( einschließlich einer Zusammenfassung der Beiträge der Interessengruppen) sind auf der Seite des Ausschusses für Sozialschutz veröffentlicht.

NACHRICHTEN

Street Work Training Institute (SWTI)

WORKSHOPS: Der Workshop mit dem Titel "Menschenrechte und gefährdeten Bevölkerungsgruppen" (Englisch / Spanisch), durch PROGRESS finanziert, fand im Hotel Mundial in Lissabon, vom 2. bis 6. Juli unter der Leitung von Juan Martin Perez (Mexiko) statt. Diese Fortbildung ist lobenswerterweise abgehalten worden und ermöglichte den Teilnehmern (aus Spanien, Griechenland, den Niederlanden, Frankreich, Belgien), zu erkennen, wie die Frage der Menschenrechte ein leistungsfähiges Werkzeug für die Ausweitung ihrer individuellen Aktionen sein kann und ihnen eine politische Dimension verleihen kann.

Die Erzieher-Kollegen der französisch-spanischen Grenze profitierten von der Anwesenheit Juan Martin Perez in Europa und organisierten zwei Tage zum Thema  Förderung der Kinderrechte und der Beruf des Erziehers. Die Konferenzen wurden am 10. Juli in Donostia-San Sebastian, und am 12. Juli in Vitoria-Gasteiz mit der Anwesenheit des Bürgerbeauftragten des Baskenlandes Iñigo Lamarca abgehalten. Diese ergänzenden Maßnahmen wurden im Rahmen des grenzüberschreitenden Projektes LazosLiensLoturak Poctefa-FEDER   organisiert. Die senegalesischen und gambischen Teilnehmer konnten aufgrund von Problemen bei der Visa-Ausstellung leider nicht teilnehmen, trotz zahlreicher Kontakte mit den Botschaften. Bemühungen beim portugiesischen Visa-Service sind im Gange, damit sich diese  Situation  bei zukünftigen internationalen Aktionen des SWTI verbessert.

Vor allem aufgrund dieser Tatsache war das Profil der Teilnehmer nicht sehr abwechslungsreich, ein weiterer verbesserungsbedürftiger Aspekt beim nächsten Workshop, für den sie sich bereits bewerben können. Es handelt sich um eine Schulung zum Thema "Soziales Marketing" (Englisch / Französisch), die in Lissabon vom 17.-21. Dezember stattfinden wird. Informieren Sie sich jetzt!

Um uns zu kontaktieren:Adresse:Street Work Training Institute,Rua Palmira 66, R / C-C, 1170-289 Lisboa. E-mail: institute@travail-de-rue.net (Olivier) oder training@travail-de-rue.net (Helder, pädagogische Aspekte).

STRUKTUR DES SWTI:  Einthink-tank (Olivier Pourbaix, Helder Santos, Else-Kristin Berg, Murad Ghanim, Lise Simmoneau und Brice Silva) war mit der Geschwindigkeit eines Vormittag pro Woche zwischen April und August damit beschäftigt, eine möglichst präzise Definition zu erarbeiten, wie das Street work Training Institute von Dynamo International aussehen sollte. Daraus gehen Vorschläge zur Vision / Mission / Werte / Identität / Ziele / Strategie / Governance / Pädagogik / Mittel / Ressourcen, die den verschiedenen nationalen Plattformen präsentiert werden, und auch während der Pilotgruppe in Rouen. Ein großes Dankeschön an Volontäre und Praktikanten, die aktiv an der Debatte teilgenommen und den Prozess der Reflexion geführt haben.

 

Erasmus-Intensivprogramm: ein Erfolg auf dem Weg zum ersten europäischen Master in Straßensozialarbeit!

Der erste europäische Master in Straßensozialarbeit beginnt, Gestalt anzunehmen. Graeme Tiffany des britischen Verbandes für die Arbeit mit Jugendlichen (die nationale Plattform für Streetworker in Großbritannien) und Mitglied von Dynamo International, war führend an einer Initiative beteiligt, einen solchen Master zu entwickeln.

Mit anderen Initiativen, die im Rahmen des Street Work Training Institute entwickelt worden, ist die Aussicht auf die Schaffung einer echten Gemeinschaft von Forschung und Praxis der Straßensozialarbeit zunehmend realistischer. Die erste Phase dieses Projekts geht in der Tat voran, da ein Antrag auf Finanzierung aus dem EU-Erasmus Programm freigegeben wurde und dazu dienen wird,  ein intensives Programm zu finanzieren, welches Schülern aus ganz Europa erlauben wird, während eines Zeitraums von 10 Tagen im Juni 2013 zusammenzuarbeiten.

Der wichtigste Partner ist die Leeds Metropolitan University in England, die anderen sind die Karlsuniversität in Prag, Tschechische Republik,  die Comenius Universität, Bratislava, Slowakische Republik, und Hogenschool  Amsterdam in den Niederlanden. Alle Partner sind gut mit ihren jeweiligen nationalen Plattformen verbunden, innerhalb des europäischen Netzwerkes von Dynamo International. Dynamo selbst ist ein assoziierter Partner. Das Programm beinhaltet Vorträge, Workshops und Besuche vor Ort. Themen sind die soziale Integration, der Schutz und die Überwachung, Bildung und Unsicherheit. Es wird erwartet, dass dieses Programm die Grundlage eines neuen Antrages auf Finanzförderung (Phase 2) sein wird, um einen vollständigen Master-Abschluss durchzuführen.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte  graeme.tiffany@gmail.com

 

"Offene Jugendarbeit im Netz:  welche Nutzer-Markierungen  der Informations- und Kommunikationstechnologie?

Das Kollektiv AMO.net, setzt sich aus neun offenen Jugendhilfsdiensten (AMO) zusammen und versammelt sich seit 2010 zum Austausch von Erfahrungen im Zusammenhang mit der Nutzung von Informations-und Kommunikationstechnologie (IKT). 

Am vergangenen 22. Mai hat das Kollektiv dem AMO-Sektor und der Öffentlichkeit eine Momentaufnahme von der realisierten und zukünftigen Arbeit im Zusammenhang mit den spezifischen Einsatzmöglichkeiten von IKT innerhalb der AMO vorgestellt. Der Schwerpunkt der kollektiven Reflexion lag auf der Vereinbarkeit der Nutzung von IKT mit den Missionen der AMO und wie man den Rahmen der AMO bezüglich der IKT markieren und garantieren kann.

Edwin Boeve, Direktor von Dynamo International und  Koordinator des International Netzwerkes der Streetworker, war einer der Redner. In seiner Rede betonte er, dass die Straßenkinder keinen Zugang zu neuen Technologien hätten und eine Distanzierung von sozialen Strukturen und eine Entmenschlichung der sozialen Beziehungen exisitiert. Auf internationalem Niveau jedoch hat Internet eine sehr wichtige Rolle gespielt, um einer der Streetworker - Plattformen  in Schwierigkeiten zu helfen.

Der Nachmittag war dem AMO - Sektor vorbehalten. Die Teilnehmer konnten sich für einen der Workshops ihrer Wahl entscheiden. Das Ziel war die Umsetzung der Nutzer-Markierungen der IKT. Es gab vier Workshops: individuelle IKT, gemeinschaftliche und kollektive IKT, IKT und Gesetze und IKT und Arbeitsmethodik.

Um den ganzen Artikel zu lesen, klicken Sie hier.

Für weitere Informationen  

 

"Mehr Chancen": Fortbildung in Kroatien für die Jugendbetreuer, die mit benachteiligten jungen Menschen arbeiten.

Von Anupa von Sartorius, Begleiterin von internationalen Projekten, Dynamo International

Vom 13. bis 20. Mai 2012 haben sich drei Ausbilder und 23 Jugendbetreuer aus vier verschiedenen Ländern (Belgien, Kroatien, Estland und Litauen), in Zadar, Kroatien, getroffen, um eine Fortbildung für Jugendliche mit Schwierigkeiten zu absolvieren.

Die Ziele der Fortbildung waren einerseits das Verständnis für die Hindernisse und Herausforderungen junger benachteiligter Menschen. Auf der anderen Seite die Erarbeitung der Kompetenzentwicklung für die Jugendbetreuer, die mit benachteiligten jungen Menschen arbeiten.

Die Fortbildungsziele: die Kenntnisse über die Psychologie der Jugendlichen zu verbessern, das selbständige Lernen des Jugendbetreuers zu fördern, ihm Hilfsmittel bereitzustellen und seine persönlichen und beruflichen Fähigkeiten zu entwickeln. Aber auch die Fähigkeiten der Jugendbetreuer zu entwickeln, ihnen Hilfsmittel für die Arbeit mit jungen benachteiligten Menschen zur Verfügung zu stellen und das Programm  Jugend in Aktion als Arbeitshilfsmittel mit benachteiligten Jugendlichen zu fördern.

 Was folgt auf diese Ausbildung ?

Die Jugendbetreuer hatten die Gelegenheit, sich zu treffen und Ideen über spezifische Aktionen auszutauschen. Projekte werden sicherlich in Gang gesetzt.  Außerdem wird eine Methodikbroschüre erstellt, um Wege für die Jugendbetreuer, die mit jungen benachteiligten Menschen arbeiten, aufzuzeigen. Darüber hinaus wird jeder Teilnehmer einen Workshop erstellen, um eine während der Ausbildung gelernte Fähigkeit weiterzugeben. Bei Dynamo International wird  ebenfalls ein Workshop mit benachteiligten Jugendlichen mit dem Thema der Partizipation von Jugendlichen für internationale Freiwilligen-Projekte durchgeführt werden.

Es war eine sehr lohnende Ausbildung mit schönen Begegnungen und unendlichen professionellen Reflexion, atemberaubenden Momenten und Momenten der Entspannung. Was für ein wunderbares Erlebnis zu entdecken, wenn man mit Jugendlichen arbeitet.

Für weitere Informationen: anupa@travail-de-rue.net

 

"EVS East & West Included": Fortbildung in der Ukraine im Rahmen des Europäischen Freiwilligendienstes

 Von Laetitia Godenir, Begleiterin von internationalen Projekten, Dynamo International.

 Die Länder Osteuropas. Wenn man einigen jungen Leuten von diesen Ländern erzählt , ist das erste Bild, das in ihren Köpfen entsteht, das eines alten sowjetischen Dorfes oder einer grauen und zerstörten Stadt.  Und trotzdem! Der Reichtum, den diese Länder zu bieten haben, kann nicht hinter diesen Vorurteilen  verborgen bleiben . Ein bisschen aus dieser Optik heraus habe ich entschieden, an der Fortbildung  "EVS East & West Included", die in der Ukraine im Mai stattfand, teilzunehmen.

Diese Fortbildung, mit 19 Teilnehmern und 5 Ausbildern aus 12 verschiedenen Ländern, hatte zum Ziel, die  Kooperationen zwischen Ost-und und Westeuropa im Rahmen des Europäischen Freiwilligendienst-Programms zu fördern, mit Augenmerk auf die "Jugendlichen in Schwierigkeiten "

Im Laufe der Woche haben wir so erarbeitet, was ein europäischer Freiwilligendienst (EFD) ist und wie man ein Qualitäts-Projekt erstellen kann, unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der Jugendlichen mit Schwierigkeiten und der Sichtweise, uns untereinander als "Europäer" zu verstehen.

Wir hatten die Gelegenheit, zwei ukrainische Verbände zu besuchen und die Realitäten, mit denen sie in ihrer Arbeit konfrontiert werden, kennenzulernen, aber auch diejenigen, mit denen Jugendliche konfrontiert würden, wenn sie ein Projekt in diesem Land durchführen wollten.

 Aber die Qualität der Fortbildung als solche war nicht die einzige interessante Sache. Der interkulturelle Austausch, den die Teilnehmer selbst erlebt haben, die Zusammenarbeiten, die sich entwickelt haben und Verbindungen, die geschaffen wurden, werden sicherlich auch sehr zur Schaffung von Qualitätsprojekten beitragen. Ich hatte darüberhinaus die Möglichkeit, konkrete Projekte zu erstellen. Wir planen, einen kurzfristigen EFD in Russland und einen anderen kurzfristigen  Gruppen - EFD in der Republik Moldau zu implementieren.

Diese Fortbildung war somit ein voller Erfolg. Es war nicht meine erste Erfahrung in den Ländern Osteuropas und wieder einmal kehre ich mit einem positiven Blick auf diese reiche Kultur, deren Besuch es wert ist, zurück.

Für weitere Informationen: laetitia@travail-de-rue.net

 

INTERNATIONALE AKTIVITÄTEN

 Von der Fortbildung für Streetworker in Haiti

Vom 2. bis 6. Juli 2012 haben 50 junge Streetworker aus Haiti eine Woche Fortbildung zur Straßensozialarbeit genossen, unter Initiative der CEP, in Zusammenarbeit mit Dynamo International und ANNF (Asociación Navarra Nuevo Futuro) und mit Unterstützung der spanischen Kooperation AECID.

“Diese in Jacmel organisierte Fortbildung, die nicht die letzte ihrer Art sein wird, wurde im Rahmen des Projekts, welches die  Plattform haitianischer Streetworker zu stärken sucht, abgehalten", sagt uns  Clarine L. Joanice, die dieses gemeinsame Projekt zwischen der CEP, Dynamo International und ANNF/AECID koordiniert..

Die praktischen Übungen in den Straßen von Jacmel, der Erfahrungsaustausch zwischen jungen haitianischen Streetworkern und internationalen Experten, die aus diesem Anlass nach Haiti gekommen waren, haben dazu beigetragen, die haitianische Leistungsfähigkeit auf dem Gebiet der Straßensozialarbeit zu verstärken.

Eine zweite Fortbildung  dieser Art ist für den kommenden November geplant, mit dem gleichen Ziel, nämlich den haitianischen Streetworkern die notwendigen Hilfsmittel bereitzustellen, um ihre Arbeit besser zu machen.

Neue Webseite der Plattform haitianischer Streetworker

 

Das Parlament der Französischen Gemeinschaft Belgiens  übernimmt die Patenschaft für 95 kongolesische Straßenkinder

Am vergangenen 15. Juni hat Dynamo International an einem Reflexions-Vormittag über das Thema der kongolesischen Straßenkinder teilgenommen. Die für die Öffentlichkeit zugängliche Veranstaltung wurde vom Parlament der Föderation Wallonie - Brüssel anlässlich des Internationalen Tages des afrikanischen Kindes (16. Juni) organisiert.

Die Initiative schließt an die Seminare vom Februar und Oktober 2011 an, organisiert in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) im Rahmen des Projektes der Verstärkung der Kapazitäten ihrer Provinzversammlungen. Durch den Präsident des Parlaments der Föderation Wallonie - Brüssel (PFWB) und mehreren Mitgliedern des Büros geleitete Delegationen hatten die Gelegenheit,  in Kinshasa die Verantwortlichen des CATSR - unterstützendem Ausschuss für die Straßensozialarbeit in der DRK - zu treffen.

Sensibilisiert durch das Phänomen der Straßenkinder wollten die Mitglieder des Büros eine symbolische Unterstützungsaktion für die Schulbildung von 95 kongolesischen Kinder in Form einer kollektiven  Patenschaft vornehmen. Am Ende des Vormittags übergab der Präsident des Parlaments,  Jean-Charles Luperto, dem Vorsitzenden des CATSR, Danny Singoma, einen Scheck über  9.500 Dollar: Jeder der 94 Abgeordneten der Föderation, sowie der Generalsekretär im Namen der Verwaltung des Parlaments übernehmen die Patenschaft für ein kongolesisches Kind, da Experten vor Ort  zuvor geschätzt haben, dass 100 Dollar ausreichen, um die Schulgebühren für ein Jahr zu bezahlen.

Nach einer Einleitung durch den Präsidenten des Parlaments, erinnerte Edwin Boeve, Direktor von Dynamo International, an die Ursprünge von Dynamo International und seine Arbeit in der Demokratischen Republik Kongo mit der CATSR. Fabrice Springfield, Berater der Wallonie-Brüssel-Delegation in Kinshasa, erklärte die Verkündung des Gesetzes zum Schutz des Kindes  im Kongo.

Dann kamen die Kongolesen Danny Singoma und Herr Ehdo Mukendi auf die Zusammenarbeit zwischen der Föderation Wallonie-Brüssel und den Entscheidungsträgern vor Ort  über den Gemischten Ausschuss DRK / PFWB zu sprechen. Bernard De Vos, der Generaldelegierte für die Rechte der Kinder, erörterte die Situation der Kinder in der Demokratischen Republik Kongo. Konkrete Situationen von Straßenkindern wurden ebenfalls vorgestellt.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Mari Fresu, Verantwortliche für politische Kommunikation bei Dynamo International mari.fresu@travail-de-rue.net

Bericht der sechsten Schulungseinheit der Fortbildung der Streetworker  in Mbandaka, Demokratische Republik Kongo

Im Rahmen des Projektes "Stärkung und Unterstützung der Umsetzung des Gesetzes zum  Schutz von Kindern in der Demokratischen Republik Kongo", die von Dynamo International mit Unterstützung von Wallonie Brüssel International finanziert wird, hat der unterstützende Ausschuss der Straßensozialarbeit (CATSR) vom 23.-28. April 2012 in der Stadt Mbandaka, Provinz Equator, die sechste Schulungseinheit der Fortbildung über Straßensozialarbeit organisiert.

An dieser Fortbildungsmaßnahme haben 20 Sozialarbeiter aus den sozial-pädagogischen und öffentlichen sozialen Diensten teilgenommen. Das Hauptziel der Fortbildung war die Stärkung und Verbesserung der beruflichen Leistungsfähigkeit in der Straßensozialarbeit der sozialen Akteure  in der Betreuung von Straßenkindern und anderen auf der Straße lebenden Personen.

Die Fortbildung zur Straßensozialarbeit  verlief reibungslos und war umso mehr ein Erfolg, da die Ziele erreicht wurden. Die Teilnehmer bewerteten diese Erfahrung sehr positiv, die ihnen erlaubt hat, die Straßensozialarbeit zu verstehen und ihre Kenntnisse in diesem Bereich auszuweiten. Die Lernenden wie auch die politischen und administrativen Verantwortlichen haben durch ihre Bereitschaft großes Interesse gezeigt und die  Sorge, die sie dazu animierte, einen Monitoring-Mechanismus der Fortbildungsaktionen und sozialen Straßen - Interventionen zu etablieren.

Den vollständige Bericht der Fortbildung finden Sie hier (auf Französisch).

 

Eine Comic-Geschichte für die Verbreitung des Gesetzes zum Schutz von Kindern in der Demokratischen Republik Kongo

 Kann ein Comic die Bevölkerung für den Respekt der Kinderrechte sensibilisieren? Das ist die Herausforderung, die sich Dynamo International und der unterstützende Ausschuss für Straßensozialarbeit (CATSR) seit dem Inkrafttreten des Gesetzes zum Schutz der Kinderrechte im Jahr 2009 in der Demokratischen Republik Kongo gestellt haben.

Der Erfolg dieses Projektes ist das Ergebnis einer erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen Dynamo International und den kongolesischen Streetworkern, um für einen rechtlichen Rahmen zum Schutz von Kindern einzutreten. Um dieses Ziel zu erreichen, haben sich Hunderte von Basisorganisationen und Schutzverbänden von Kinderrechten mobilisiert, um zur Verbreitung des  Gesetzes beizutragen.

"Trotz der Verabschiedung des besagten Gesetzes gibt es noch zu wenige Menschen, die es kennen", sagte Edwin de Boeve, Direktor von Dynamo International. "Es ist daher entscheidend, die Aufmerksamkeit auf dieses Thema zu lenken, insbesondere bei den angesprochenen Zielgruppen. Comics und Theater wurden als  Kommunikationsmittel bevorzugt, die sowohl spielerisch als auch pädagogisch die Verbreitung des Gesetzes ermöglichen.

Herausgegeben von CATSR in Zusammenarbeit mit Dynamo International, Wallonie-Brüssel International (WBI) und UNICEF, ist die Comic-Geschichte in allen Schichten der kongolesischen Bevölkerung als interaktives Hilfsmittel  zum Verständnis, zur Einführung und zum Beginn einer Reflexion über die Kinderrechte verbreitet wurden. Alle diese Aktionen wurden in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Frauen, Familie und Kinder durch den Nationalen Rat für Kinder über die Leitung zum Schutz der Kinder in der Demokratischen Republik Kongo organisiert.

Tausende von Menschen wurden über das Gesetz zum Schutz der Kinderrechte in der Demokratischen Republik Kongo über den Umweg des Comics durch die 180 Mitgliedsverbände des CATSR sensibilisiert und durch mehrere andere Meinungsführer angesprochen und vor allem während der acht Theater-Aufführungen, die in den Vororten von Kinshasa mit der aus Jugendlichen bestehenden Theatergruppe Straßenaktion aufgeführt wurden.

Aktivitätenbericht über die Verbreitung des Gesetzes zum Schutz von Kindern in der Demokratischen Republik Kongo: Anhang

 Für weitere Informationen

Edwin de Boevé, Direktor von Dynamo International, edwin@travail-de-rue.net

Edho Mukendi Kafunda Sha Ntumba, Koordinator des CATSR, edhomuk@yahoo.fr

 

DIE EUROPÄISCHE UNION UND SIE

 Kinder, entdeckt eure Rechte!

 Die Europäische Union bemüht sich, unser Leben in vielen Bereichen schöner zu machen: sie bewahrt die Landschaft, sie wacht über die Lebensmittelqualität, sie senkt die Kosten für Telefonate und SMS, sie kämpft gegen die Kriminalität... und dies sind nur einige Beispiele!

Sie arbeitet auch daran, das Leben von Kindern und Jugendlichen zu verbessern. Es ist wichtig, dass du deine Rechte kennst, dass du weisst, wie die Welt funktioniert und dass du dir bewusst bist, nicht verpflichtet zu sein, dies zu akzeptieren!

Für junge Menschen wie dich hat die EU hat eine Website über die Rechte von Kindern und Jugendlichen entwickelt. Du erfährst dort mehr über deine Rechte durch Spiele, Comics und Videos, die auf dieser Seite angebotenen werden. Du findest dort auch, an wen du dich in deinem Land wenden musst, wenn du den Eindruck hast, nicht richtig behandelt zu werden.

EU-Website über die Rechte von Kindern und Jugendlichen  

Der Kampf gegen moderne Sklaverei: eine europäische Strategie zur Bekämpfung des Menschenhandels

 Jedes Jahr werden Hunderttausende von Menschen Opfer von Menschenhandel in der Europäischen Union. Diese Männer, Frauen, Jungen und Mädchen in prekären Situationen werden für die sexuelle Ausbeutung, Zwangsarbeit, Organentnahme, der Bettelei, der Leibeigenschaft, Zwangsheirat, illegale Adoptionen oder  andere Formen der Ausbeutung  verkauft.

Im Juni hat die Kommission die EU-Strategie für die Bekämpfung des Menschenhandels (2012-2016) verabschiedet, eine Reihe von konkreten und praktischen Maßnahmen, die in den nächsten fünf Jahren umgesetzt werden müssen . Es umfasst insbesondere die Einrichtung von nationalen Strafverfolgungsbehörden des Menschenhandels und der Schaffung von gemeinsamen europäischen Ermittlungsgruppen, die mit der Verfolgung in grenzüberschreitenden Fällen beauftragt sind.  

Die Strategie besteht aus mehreren Komponenten: Prävention, Schutz, Unterstützung der Opfer und Verfolgung von Menschenhändlern. Die Kommission konzentriert sich auf konkrete Maßnahmen, die Unterstützung und Ergänzung der Umsetzung der EU-Rechtsvorschriften zur Bekämpfung des Menschenhandels (Richtlinie 2011/36/UE), die vor April 2013 umgesetzt werden müssen.

Website der Europäischen Kommission, die sich der Bekämpfung des Menschenhandels widmet 

AGENDA

Die Roma, Straßensozialarbeit und die europäischen Politik, Europäisches Parlament, Brüssel, 16.Oktober 2012

Dynamo International - Internationales Netzwerk der Streetworker, freut sich, Sie zur Podiumsdiskussion "Roma, Straßensozialarbeit und der europäischen Politik" einzuladen, die im europäischen Parlament am Dienstag, 16 Oktober 2012, von 14.00 bis 18.00 Uhr stattfinden wird.

Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft der Europaabgeordeneten Véronique De Keyser. Im Rahmen der Debatte über nationale Strategien zur Integration der Roma und in Übereinstimmung mit den aktuellen politischen Empfehlungen der Kommission für die Umsetzung des EU-Rahmens zur Integration der Roma bis zum Jahr 2020, wird diese Veranstaltung die Diskussion zwischen den Vertretern der europäischen Institutionen, Experten und wichtigen Akteuren vor Ort zu den politischen Perspektiven und effektive Praktiken in diesem Bereich innerhalb der Europäischen Union fördern.

Die Tagesordnung der Konferenz finden Sie hier.

Um sich anzumelden, senden Sie bitte das Anmeldeformular bis zum 1. Oktober (im Anhang) per email an mari.fresu@travail-de-rue-net oder per Fax an +32 2 378 44 21.

PAROLEN DER STRAßE

 Meine Arbeit in der Pension Jekerzicht

Rinie, Sozialarbeiterin in der Pension Jekerzicht- Maastricht, Niederlande

Ich arbeite mit jungen Erwachsenen, die aus verschiedenen ​​Gründen kein Zuhause haben. Einige von ihnen sind abhängig von weichen Drogen, andere haben finanzielle oder psychische Probleme oder es ist eine Kombination all dieser Faktoren. Wir bieten keine Behandlung, aber wir helfen, dass sie zuerst die notwendige Unterstützung erhalten, und anschließend eine geeignetes Behandlungszentrum finden.

In unsererem Zentrum gibt es Raum für bis zu 20 Personen, Jungen und Mädchen. Wenn auch allgemeine Regeln den hier wohnenden jungen Menschen auferlegt werden,  haben sie immer die Möglichkeit, über verschiedene Dinge  zu sprechen und Vorschläge zu machen. Wir ermutigen sie, konstruktiv zu denken und zu handeln, wir wollen ihnen auch Zuversicht geben, die sie benötigen, um mit Problemen, denen sie in ihrem Alltag ausgesetzt sind, umgehen zu können.

Das Ziel ist, ihnen schliesslich Hoffnung auf eine bessere Zukunft zu geben und sich in einem pädagogischen, beruflichen, aber vor allem menschlichen Projekt zu engagieren. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es wichtig, dass junge Menschen lernen, in der Gemeinschaft zu leben, sich um sich selbst aber auch um andere zu kümmern, und ihren Tag nach ihren individuellen Bedürfnissen und Rhythmen zu strukturieren lernen.

Es ist nicht immer einfach, in diesem Umfeld zu arbeiten, aber an der Seite dieser jungen Menschen sein zu können und ihnen zu helfen, im Leben Fuß zu fassen und ihren Weg zu finden, erfüllt mich mit großer Zufriedenheit ...

 

L’information contenue dans cette publication ne reflète pas nécessairement la position ou l’opinion de la Commission européenne.